PSI verkauft 2017 mehr Produktions- und Logistiksoftware

  • Umsatz wächst um 5 % auf 186,1 Millionen Euro
  • Betriebsergebnis um 13 % auf 13,4 Millionen Euro gesteigert
  • Erhöhung der Dividende auf 0,23 Euro geplant
Kennzahlen (TEUR) 01.01. – 31.12.2017 01.01. – 30.12.2016
Veränderung
Umsatz 186.096 176.854 +5,2 %
EBIT 13.365 11.835 +12,9 %
Konzernergebnis 9.497 8.551 +11,1 %
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,61 0,55 +14,6 %

Berlin, 22. März 2018 – Der PSI-Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 sein Betriebsergebnis (EBIT) auf 13,4 Millionen Euro gesteigert (31.12.2016: 11,8 Millionen Euro). Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 9,5 Millionen Euro (31.12.2016: 8,5 Millionen Euro), das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend auf 0,61 Euro (31.12.2016: 0,55 Euro). Mit 186,1 Millionen Euro stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert um 5,2 % (31.12.2016: 176,9 Millionen Euro). Wesentliche Wachstumstreiber waren die Softwareprodukte für Produktion und Logistik sowie nach einem starken 4. Quartal auch das Infrastruktursegment. Der Auftragseingang lag mit 190 Millionen Euro 4,4 % über dem Vorjahreswert (31.12.2016: 182 Millionen Euro), der Auftragsbestand zum Jahresende lag mit 128 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (31.12.2016: 129 Millionen Euro).

Das Segment Energiemanagement (Energienetze, Energiehandel) erzielte trotz des regulatorischen Schattenjahres einen konstanten Umsatz von 69,2 Millionen Euro, das Betriebsergebnis des Segments wurde um 3,4 % auf 6,0 Millionen Euro verbessert (31.12.2016: 5,8 Millionen Euro). Der Bereich Elektrische Netze konnte Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis weiter steigern, während sich im Bereich Gasnetze und Pipelines die Nachfrage nach dem Einbruch der Ölpreise im Vorjahr nur langsam erholt. PSI will mit den Trendthemen wie intelligente Verteilnetze, Netzmanagement-as-a-Service, dezentrale Netzführung, Sektorkopplung und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität 2018 wieder stärker wachsen.

Der Umsatz im Segment Produktionsmanagement (Rohstoffe, Metallerzeugung, Automotive, Logistik) wuchs um 9,1 % auf 91,9 Millionen Euro (31.12.2016: 84,2 Millionen Euro), das Betriebsergebnis wurde um 21,1 % auf 8,6 Millionen Euro gesteigert (31.12.2016: 7,1 Millionen Euro). Der Bereich Rohstoffförderung erhielt die Gesamtabnahme für das Bergbauleitsystem und verbesserte sein Ergebnis. Im Bereich Metallerzeugung setzte PSI die Rollouts bei großen Konzernkunden fort, erhielt bedeutende Neuaufträge von Bestandskunden insbesondere auch aus Nordamerika und China und steigerte Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis deutlich. Die Bereiche Fertigung und Logistik lieferten eine Industrie 4.0-basierte Software-Suite für die optimierte Produktion von Elektrofahrzeugen auf Basis der Konzern-Softwareplattform. Der Bereich Automotive und Industrie steigerte das Ergebnis weiter trotz erheblicher Investitionen in ein völlig neues Fertigungssteuerungssystem (MES Manufacturing Execution System) auf Basis der Konzern Standardmodule JSCADA und ASM. Der Logistikbereich wuchs dynamisch, verbesserte seine Profitabilität und gewann einen der größten deutschen Logistikdienstleister als neuen Kunden.

Im Infrastrukturmanagement (Verkehr und Sicherheit) stoppte den Umsatzrückgang der Vorjahre und wuchs um 6 % auf 24,9 Millionen Euro (31.12.2016: 23,5 Millionen Euro). Das Wachstum erbrachte der Bereich öffentlicher Transport, während bei der asiatischen PSI Incontrol Umsatz und Ergebnis durch Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber einem Integrationspartner und durch Strukturmaßnamen in Indien belastet wurden, so dass das Betriebsergebnis insgesamt mit  0,4 Millionen Euro negativ war (31.12.2016: 0,1 Millionen Euro). In Südostasien treibt PSI den Ausbau des margenstärkeren Softwaregeschäfts insbesondere in den Bereichen SmartCity, Gas und Logistik.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns am 31.12.2017 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 46 auf 1.665 (31.12.2016: 1.619). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich insbesondere durch deutlich geringere Anzahlungen russischer und deutscher Netzbetreiber (Schattenjahr) auf 1,2 Millionen Euro (31.12.2016: 13,3 Millionen Euro). Die liquiden Mittel am Jahresende lagen bei 38,1 Millionen Euro (31.12.2016: 43 Millionen Euro), so dass PSI weiterhin über ausreichende Mittel für gezielte Übernahmen verfügt. Der Vorstand wird der Hauptversammlung in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,23 Euro (Vorjahr: 0,22 Euro) vorschlagen.

PSI setzte 2017 die technologische und betriebliche Transformation vom regionalen Auftragsentwickler zu einem internationalen Softwareprodukthaus zur Steuerung und Optimierung von Energie- und Materialströmen fort. Nach der Umstellung der Produkte des Produktionsmanagements werden nun alle Nichtrealzeit-Produkte des Energiesegments auf die Konzern-Technologieplattform umgestellt, wobei die für Kunden entwickelte PSI-Click-Design-Technologie den Aufwand reduziert. Zum Jahresende hat PSI ein hochverfügbares, hoch performantes und skalierbares Application-Hosting in Betrieb genommen (PSI-Cloud), da etablierte Cloud-Anbieter keine hinreichenden Verfügbarkeits- und Realzeitgarantien geben.

Nach der Steigerung der Wartungs- und Upgradeverträge auf 57,9 Millionen Euro (31.12.2016: 52,4 Millionen Euro) sollen die Lizenzeinnahmen 2018 nicht nur operativ, sondern auch durch Modernisierung der Vertrags- und Wahrnehmungspraktiken wieder steigen. Insgesamt erwartet der PSI-Vorstand für 2018 eine Umsatzsteigerung im oberen einstelligen Prozentbereich und eine knapp zweistellige Verbesserung des Betriebsergebnisses.

Der PSI-Konzern entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte komplette Lösungen für Energiemanagement (Energienetze, Energiehandel), Produktionsmanagement (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik) und Infrastrukturmanagement für Verkehr und Sicherheit. PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 1.650 Mitarbeiter.